Das war es also. Das Fest der Liebe. Früher hab ich mich ehrlich noch darauf gefreut. Auf den Tag, an dem jeder gute Laune hat, man sich beschenkt und alles schön und toll ist und alle froh sind.
Wie ich es einfach nur hasse.
Ich geb es auf, mir was vorzumachen. Nichts ändert sich an der Tatsache, dass ich hier in meiner Familie niemanden hab, zu dem ich irgendwie auch nur ansatzweise was familiäres empfinde.
Ich finde es schade dass es so kommen musste, dass meine Familie so.. Falsch ist..
Sie alle lästern untereinander, über jeden, mit jedem. Und sobald diese Personen da sind, ist alles toll und alle haben sich lieb. Wie die Kinder ohne scheiß..
Und ich geb ehrlich zu, ich beneide alle Leute, die eine schöne Kindheit haben. Mit Vater und Mutter, den Kram machen, den man mit seinen Eltern nunmal macht.. Mit seinem Vater Fußball gucken, mit der Mutter früher auf den Spielplatz gehen.. Nichts..
Immer mehr werde ich mir sicher, dass der Ursprung meiner Depression wegen meiner Kindheit kommt. Ich musste schon immer alles alleine machen. Vater hatte ich keinen, Mutter war immer nur arbeiten. Ich bin ihr nicht sauer, und will ihr auch nichts vorwerfen. Sie arbeitet viel um mir alles zu geben was ich will.. Dennoch .. Ich würde auf so vieles verzichten, nur um eine Kindheit gehabt zu haben, wie die anderen sie hatten. Wenn ich zurück denke an meinen Tagesablauf.. 6 Uhr, ich werde geweckt, weil sie arbeiten geht.. Ich mach mir was zu essen, drück ein bisschen die Zeit rum.. Schule, komm nach Hause.. Fernsehen, ich weiß es nicht mehr.. Ich weiß dass es mir so viel besser gehen würde, wäre ich unter anderen Umständen aufgewachsen. Meine Mom ist so naiv, sie denkt wirklich ich wäre belastbar genug um immer alles alleine zu machen. Aber das pack ich nunmal nicht. Ich fress alles in mich rein. Sie nimmt mich nie in den Arm, es ist zu ungewohnt.. Wenn ich es tue, nimmt sie es nicht ernst. Es ist kein Mutter-Sohn Verhältnis .. Nein.. Ich fühle mich, als wären wir einfach nur Mitbewohner.. Wir reden nie, wir machen nie was.. Ich hab so oft versucht es zu ändern, aber nie hat es was gebracht. Aber, ich will ihr ehrlich keinen Vorwurf machen. Ich hätte damals einfach nur den Mut haben sollen, um zu sagen, dass ich sie brauche.. Aber nein.. Ich habe alles in mich reingefressen, damals wie heute. Und jetzt? Verbring ich den ganzen Tag zu Hause, weil ich es gewohnt bin, alleine zu sein. Ich heule mich selten bei jemanden aus. Weil ich es gewohnt bin, meine Probleme alleine zu beseitigen.. Schade dass es so kommen musste..
Und, wenn ich ehrlich bin, das ist mit Abstand das mieseste Weihnachten meines Lebens. Ich hab mich noch nie so fehl am Platz gefühlt als bei ihnen allen am Tisch.. Sie brauchen mich auch nicht. Ich sitze nur rum, esse, und hau wieder ab.. Dann komm ich wieder hin, hol meine Geschenke, drücke alle von denen ich was bekommen hab, aus reiner Höflichkeit, und bin in mein Zimmer. So war es die letzten 3 Jahre. Ich gewöhn mich langsam dran, aber irgendwie auch nicht. Aber, es ist okay. Ich bin froh dass es rum ist. Ich werde so weitermachen wie bisher. Sprich, da Ferien sind, versuche ich meinen Schlafrythmus umzudrehen. Damit ich tagsüber einfach nur schlafen kann.. Und ich nachts meine Ruhe hab.
Krass, wie die Abwesenheit eines Menschen, meine komplette Stimmung beeinflussen kann.. Naja, bis Neujahr.. muss ich durch, krieg ich schon hin...
hey.. wie wärs, wenn du das nächste jahr einfach mal im selben raum bleibst.. versuchst dich i-wie in gespräche miteinzubinden or so. und es ist immernoch nicht zu spät, deiner mum zu sagen, dass du sie brauchst. frohes fest, süßer :*
AntwortenLöschenMöglich ist es.. Aber ich mach mir da jetzt noch nicht wirklich Gedanken drum.. :)
LöschenDir auch :*
Heji, klingt danach als müsste ich dir nächstest Jahr wieder ne Tüte Glitzer zukommen lassen.. ;)
AntwortenLöschenHab dich lieb Spinner.
Glitzer ist immer gut ^-^
LöschenIch dich auch .. :*